Fachanwalt und Fachmitgliedschaft

Sollte man, wenn man internationale IT-Verträge schreibt, die seit 20 Jahren halten, Module für Softwareprodukte einzuhandeln versteht, Lizenzen an Einzelkunden oder Massenvertrieb anfertigt, passende Marken und Urheberrechte einträgt und verteidigt und bei der Abwägung zwischen Trade Secret- und Patentschutz hilft, ein IT-Recht-Fachanwalt sein?

Die Frage stellt sich nicht, denn den Fachanwalt gibt es nicht. Eine nette deutsche Erfindung zur Marktdifferenzierung. Hier schreibt man halt Beiträge für Bücher und Fachzeitschriften zum IT-Recht oder tritt, wenn man die Technik beherrscht, auch Vereinen wie der IEEE Computer Society bei.

Jetzt steht die Verlängerung dieser Mitgliedschaft an. Ich überlege mir gerade, ob sie vielleicht irreführend ist. Smartphone-Software oder Desktop-Software für Unternehmen aus Amerika, Europa oder Asien, oder überhaupt Software für Dritte, habe ich schon lange nicht mehr geschrieben. Ein paar Module der Open Source-Bewegung beigesteuert und sonst Kode nur für den Eigenbedarf geschrieben - das war’s in den letzten Jahren.

Das Fach ist heute daher weniger IT als IT-Recht. Und der Tag hat ohnehin nicht mehr 36 Stunden, um beides voll zu betreiben. Also lassen wir das mit den technischen Mitgliedschaften.

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on September 20, 2008 at 1:52 pm Comments (0)

Daten am Flughafen

Wer mit Mandantendaten arbeitet, ist wahrscheinlich sensibilisierter als jemand, der nur eigene Daten hütet. Daten, die normalerweise im Safe liegen oder hinter verschlossener Tür bearbeitet werden müssen, gehören nicht auf Laptops oder USB-Sticks, die man auf Reisen nimmt.

Wenn man bedenkt, wie wenige Türen in vielen amerikanischen Kanzleien ein Schloß besitzen, wundert es nicht, dass die Besorgnis über Datenverluste bei Reisen oder die Kontrollen am Flughafen erst in den letzten Jahren ins allgemeine Bewusstsein gelangt ist.

Dass der amerikanische Zoll Gepäck - und dazu zählen auch Datenträger - prüfen darf, ist rechtlich gesichert. Daran ist erst bei einem neuen Präsidenten zu rütteln. Im Einzelfall könnte man an Proteste denken, wenn ein Missbrauch des Zolls nachweisbar ist. Aber wann ist es das schon.

Selbst der technisch unbegnadete Kollege im Exportkontollbereich hat sich überzeugen lassen.  Jetzt ist er völlig datenfrei auf dem Weg nach Indien.  Erst  wollte er Daten verschlüsselt mitnehmen. Dann begriff er, dass der Zoll mit einer kundenfreundlichen Verschlüsselungsstrategie wohl weniger Schwierigkeiten haben würde als er selbst.

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on June 14, 2008 at 6:56 pm Comments (0)

Guck, Mandanten!

Wenn man einen Teich entfernt von vielen Mandanten arbeitet und die amerikanischen Mandanten aus dem ganzen Land stammen, grenzt es fast an ein Wunder, dass die Referendare Mandanten zu Gesicht bekommen.

Natürlich kann man sie einmal beim Superior Court vobeischicken. Da treffen sie allerdings auf furchterregendes Gesindel, viele Anwälte, fast noch mehr Polizei- und Sicherheitskräfte und auch nicht gerade den typischen amerikanischen Mandanten.

Seit dem heutigen Termin mit Mandanten können die Referendare bezeugen, dass unsere Mandanten keine Phantome sind, und als Zeugen konnten sie auch noch wirken.

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on May 29, 2008 at 8:28 pm Comments (0)

Strandzonenförderung

Am Memorial Day sind die Kanzleien und Gerichte geschlossen, aber morgen wird dort viel los sein.

Am Memorial Day beginnt der amerikanische Sommer. Wer kann, fährt an den Strand.

Auch Studenten und Schüler. Mit ihnen machen die Strandorte die besten Umsätze. Tag und Nacht, nur zum Frühstück nicht.

Kunden unter 21 droht die Gruppenhaft, wenn in ihrer Nähe ein Bier entdeckt wird.

Deshalb wird morgen bei den Kanzleien, die direkt beim Gericht sitzen und DWI-Plakate in den Fenstern zeigen, viel Laufkundschaft landen. Vor Gericht werden sie oft in Massenverfahren abgeurteilt.

Die Wirtschaft der Strandzonen erwacht aus dem Winterschlaf.

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on May 26, 2008 at 11:22 am Comments (0)

Gerade wenn man einen Feiertag gebrauchen könnte

Endlich nur noch Regen. Die Tornados sind vorbei.

Ein deutsches Institut in Washington informiert seine Besucher, dass es wegen des Pfingstmontags geschlossen sein wird. Den Pfingstmontag kennt hier niemand.

Wird wohl am Regen liegen. Erinnert ein wenig an Wetter in Europa.

Wer weiß, wenn so viel überflutet ist, können wir vielleicht auch so tun, als hätten wir einen Tag frei, und nicht in die Kanzlei fahren.

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on May 11, 2008 at 10:55 pm Comments (0)

Was bedeutet das?

Manchmal klingt’s einfach zu verwurstelt. Was steckt hinter diesen Formulierungen:

Disputes on the rectification may be subdued to his proposal for settlement.

Und was ist ein Place fairly destined?

Darin steckt - no matter which kind the aspect derives from - bestimmt ein Überraschungsei:

Party A reserves the right to give notice in cases a statutory basis should be given.

Kein Wunder, dass die Beteiligten aneinander vorbeigeredet haben. Ohne Vertragsklarheit ist ihnen unklar, wie sie das Geschäft abwickeln sollen.

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on April 24, 2008 at 2:49 pm Comments (0)

Aus dem Fernsehen verbannt

Die Fensterputzer aus den Anden klettern vom Dach, hängen an den Seilen und reinigen die Fenster der Kanzlei.

Der Vogel fliegt vorbei und klatscht ein Ei oder sonstwas ans Fenster, das sich weiß gerahmt in eine Schliere schmiert.

Der Kameramann will gerade diesen Hintergrund.

Der Anwalt denkt beim Interview an den Vogel. So etwas gehört nicht ins Fernsehen.

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on April 10, 2008 at 3:55 pm Comments (0)

Schlechte Zeiten für Amerika

Wenn sich Mandanten über unsere Rechnungen lustig machen, weil sie in Euro so winzig erscheinen, geht es Amerika schlechter als man in Washington glaubt.

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on March 14, 2008 at 5:35 pm Comments (0)

Gute Nachricht für Mandanten

Die Interessenskonfliktsprüfung ist abgeschlossen. Das Mandat kann angenommen werden. Der Mandatsvertrag ist fertig. Vor der Unterschrift ein letzter Blick auf die wichtigsten Daten.

Hm, der Stundensatz stimmt wohl nicht. Hatte der Korrespondenzanwalt nicht den korrekten Satz in seinem Schreiben beziffert?

Doch, da steht er. Nur in Euro. Soviel wollten wir gar nicht. Also korrigieren. Den Stundensatz für 2008. Aber in Dollar.

Die erste gute Nachricht für den Mandanten kam schnell zustande.

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on February 18, 2008 at 9:49 am Comments (1)

Bah, Humbug

Vor zehn Weihnachten hatte ich mich darauf eingelassen, ein Programm zu programmieren, und Weihnachten, Neujahr und jede freie Minute waren dahin. Wie mies das für die Familie ist, war in den Hintergrund verdrängt, bis das Ding fertig war. Immerhin, die Programmierer hatten dafür ihre verdiente Verschnaufpause.

Die Firma haben wir schon lange verkauft, und das Doppelleben mit 48-Stundentagen gehört der Vergangenheit an. Voll in der Kanzlei am Tag und noch mal eine Runde Internet-Technik in der Nacht machte zwar Spass. Aber es muss nicht sein.

In einer Unternehmenskrise bleibt manchmal keine andere Wahl:

This year, it’s not easy to encourage Europeans doing business here to try to meet American schedules–what with the President giving the federal government Monday off entirely. I sympathize with all who want to take time off and be with their families, but at the same time, companies in stress will hopefully go the extra mile. I wouldn’t be surprised to see their disgruntled customer in America open on Monday, its workers out on the streets meeting deadlines and its lawyers seeking protection against the supplier’s imminent default.

Diese Mahnung bringt mir wohl ein Bah, Humbug ein. Aus Solidarität werde ich jedenfalls am 24. und 26. in der Kanzlei sein. Man kann Mandanten ja nicht hängen lassen.

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on December 22, 2007 at 5:29 pm Comments (0)

Demnächst: Bordellklagen?

Unter Psychologen wird über die Psyche amerikanischer Soldaten im bordellfreien Irak nachgedacht, und dieser Gedanke führt zu den Nazis und KZ-Bordellen.

Der Jurist fragt sich, ob damit eine neue Klagewelle vorbereitet wird. Nach den bisherigen Erfahrungen ist damit zu rechnen, dass erfolgshonorarberechnende Anwälte auf diese Züge springen werden.

Der psychologische Druck der Peinlichkeit kann unanständige Hoffnungen erwecken, mit wenig Leistung schnelle Vergleiche für die menschenverachtenden Umstände herauszuschlagen.

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on July 14, 2007 at 4:07 pm Comments (0)

Zweierlei Recht

Aus meinem Büro sehe ich immer mehr Hubschrauber, die den Anflug zum Weißen Haus üben. Laufend wird da die dicke Luft geschlagen, mal die 15. Straße entlang, dann die 17., mal 14 und L, dann 19 und K, alles im Tiefflug. Das ist schon seit Wochen so. Als ob etwas in der Luft läge.

Der Ober- und der Unterhäuptling bewegen sich kaum noch in der Stadt, und wenn, dann werden alle vier Strassen um den Block, wo sie sich aufhalten, schon Stunden vorher gesperrt. Andererseits wurde gestern der Präsident von Vietnam mit nur zwei Begleitfahrzeugen die 17th Street hoch kutschiert.

Die Raucher auf der Straße, die hautnah beobachten, wie Bush und Konsorten die umliegenden Nobelhotels - wo alle außer den deutschen Hoheiten absteigen - besuchen und den Verkehr lahmlegen, glauben, dass die Fahrt im stinknormalen Müllwagen eine kostengünstigere und effektivere Lösung wäre.

Das Weiße Haus hingegen glaubt, Kosten ließen sich besser durch eine Einschränkung von Sicherheitsvorkehrungen bei Ministerien senken. Der Federal Protective Service soll heruntergeschraubt werden. Gut, auch Kriminelle arbeiten dort und Einiges liegt im Argen.

Aber warum wird der kleine Beamte noch schlechter als bisher gestellt, während Steuerzahler immer mehr für den Sicherheitswahn von hirngespinstigen Herren ausgeben müssen? Immerhin steuert der kleine Beamte etwas zum Bruttosozialprodukt bei, indem er das von oben kommende Gesetz in anwendbare, bürgernahe Bröckelchen Recht umsetzt oder nahe am Mindestlohn zur Sicherheit der Bürger beiträgt.

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on June 21, 2007 at 8:40 pm Comments (0)

Geheimnis fliegt auf

Mandanten und Anwälte spielen sich im großen Konferenzraum vertrauliche Daten zu. Ohne Aufsicht ein gefährliches Spiel.

Als Geek werde ich hinzugezogen, weil ein Mandant verärgert ist. Er will eine Datei zum Zentraldrucker senden, aber nichts geht, und die IT-Leute finden keine Lösung.

Glück gehabt! Der Mandant hing in einem der zahlreichen WLAN-Netze und hatte als Windows-Gläubiger prompt den Druckertreiber installiert, den das OS ihm aufdrängte.

Nur:  Das Netz war nicht das unsrige. Der Drucker auch nicht.

Wie oft muss man den Leuten empfehlen, nicht drahtlos zu arbeiten und statt dessen den Minirouter und die Kabel im Konferenzraum zu benutzen?

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on June 1, 2007 at 11:16 am Comments (0)

Tod + Not im Regelwald

Besucher aus Europa sind nach dem langem Flug in die USA oft so disorientiert, dass sie vor roten Ampeln anhalten - statt vor der Kreuzungseinfahrt. Sie vergessen, dass die Ampel auf der anderen Kreuzungsseite steht.

Ich bin froh, dass sie keine Züge fahren. Denn auch die ausgeschlafenen Zugführer begehen schon genug Regelverstöße. Der Tod von zwei Gleisarbeitern in Washington wird auf die verbotene Benutzung eines Mobiltelefongerätes durch die U-Bahnführerin zurückgeführt.

Für den Besucher im Raum Washington sind die Mobilverbote verwirrend. In der Hauptstadt gilt ein generelles Benutzungsverbot beim Führen von Fahrzeugen. In Virginia sind junge Fahrer betroffen. In Maryland weiß niemand so richtig Bescheid. Im Raum New York City ist die Lage klarer, weil drei Staaten ein einheitliches Verbot anwenden. Andere Staaten beabsichtigen vergleichbare Regeln.

Das ist typisch. Nicht der Bund, sondern die Staaten sowie Kreise und Städte regeln den Verkehr. Der Bund kann sich nur einmischen, indem er den Staaten mit dem Entzug von Mitteln droht, wenn sie seine Vorstellungen vom geordneten Verkehr nicht umsetzen.

Ein vergleichbares Druckmittel setzte er beim Alkholverbot ein, das USA-Besucher unter 21 Jahren in ungewohnte Situationen versetzt.

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on May 12, 2007 at 9:34 am Comments (0)

Schickes Handelsregister

Bin ich dumm? Unternehmensträger erschließt sich mir nicht im Unternehmensregister. Ist der gesellschaftsrechtliche Begriff gemeint? Oder eine Karteikarte?  Manches andere auch nicht. Ich hatte nach einigen Berichten damit gerechnet, dass es überhaupt nicht funktioniert. Aber nicht damit, dass ich mit den Eingabemasken nicht klarkomme. Wann sind Mehrfacheingaben erforderlich, wann zulässig, wann hinderlich?

Findet man alles im Laufe der Zeit heraus. Alles sieht ja so einfach aus. Und der SSL-gesicherte Datenverkehr ist schick.

In so vielen Ländern und so vielen Staaten der USA sind die Handelsregister einfach zu bedienen. Selbst wenn man mit der jeweiligen Sprache nicht mehr ganz vertraut ist, kann man sich noch zurecht finden und nützliche Ergebnisse hervorlocken.

Natürlich gibt es auch sonstwo elektronische Verzeichnisse, die so bürgerfreundlich gestaltet sind, sodass sie unbrauchbar werden. Alles Gewöhnungssache, hoffentlich.

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on March 22, 2007 at 9:23 pm Comments (0)

Den Feind beurteilen

Drei Wochen Trial. US-Gesellschaft gegen Feindesland. Dem Feind ist kein Krieg erklärt. Doch macht sich die Öffentlichkeit ein klares Bild: Die muss man hassen.

Beobachter meinen in der ersten Woche: Der Richter hat das Feindbild verinnerlicht und entscheidet entsprechend.

In der dritten Woche lässt er den Feind zur Sprache kommen, schneidet ihm nicht mehr das Wort ab und lässt sich das geltende, zu seiner Überraschung vom Außenministerium gestützte Recht darlegen.

Meine Erklärung: Auch der Feind ist Mensch. Stockholm-Syndrom beim Richter? Einsicht, dass das eigene Verständnis von Rechtstaatlichkeit, Due Process, nicht angesichts der politischen Konfrontation untergehen darf?

Vergleichbares erlebte Deuschland vor einigen Jahren. Deutschland, Holocaust, synonym. Feind hoch zehn. Er wird hier in der Luft zerpflückt. Als Richter ist mir gleich, dass der Supreme Court das bereits verboten hat, donnerte der Richter. In meinem Gerichtssaal bestimme ich, und hier wird der Holocaust gekreuzigt.

In seinem Saal ist der Richter König. Deutschland musste ihn in den weiteren Instanzen auf den rechten Weg zurückführen lassen. Mal sehen, ob der neue König die Grenzen seiner Macht selbst erkennt.

Vertritt man den Feind, genießt man einen bedeutenden Vorteil. Man weiß, was zu erwarten ist. Die kleinen Vorurteile bei der Vertretung neutraler oder freundlicher Staaten fallen in den normalen Rahmen der Xenophobie amerikanischer Gerichte. Sie liefern selten revisible Überreaktionen.

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on March 3, 2007 at 10:50 am Comments (0)

Becherschlacht - die Marktlücke

Warum gibt in den USA soviele Anwälte, die alle glücklich überleben, selbst in der Hauptstadt, wo 70.000 zugelassen sind?

Spezialisierung natürlich. Bald kommt der Fachanwalt für Becherschlachten hinzu. Ein Kollege hat kürzlich erfolgreich eine Dame nach sieben Wochen am Gefängnis abholen können, die aus ihrem Auto einen Eisbecher auf einen anderen Wagen geworfen hatte.

Ein Herr Le wurde gestern festgenommen, nachdem er seinen warmen Kaffee durch das offene Fenster eines Fahrzeugs, aus dem er anscheinend angebrüllt wurde, warf.  Der Untersuchungsrichter weigerte sich, die Strafanträge beider Seiten wegen des gegenseitig vorgeworfenen rechtswidrigen Fahrverhaltens aufzunehmen, sondern beschränkte die Untersuchung auf die verbrecherische Geschosshandlung.

Throwing a Missile - eine Straftat höchstens Grades, fast ein Terrorsynonym. Die vorzeitig entlassene Dame erhielt eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren. Herrn Le drohen 10. Laut Washington Post ist die Zahl dieser Straftaten in den letzten Jahren erheblich gestiegen.

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on February 27, 2007 at 11:05 pm Comments (1)

Rechte hintanstellen

17th & L, NW, 10 Uhr: Video von 20 Motorrädern mit Beiwagen und -zig schwarzen Secret Service-Fahrzeugen aufgenommen. Soviel Staatssicherheit, dass die Wagen selbst auf den Bürgersteigen parken müssen. Polizist: No Pictures!

Staatssicherheit gegen First Amendment. In der Situation wäre eine Debatte verfehlt. Video bei YouTube einstellen? Der Verkehr ist in alle Richtungen blockiert. Der Partner, der als Geschworener ins Gericht muss, darf das Kanzleigebäude nicht verlassen.

Vor ein paar Stunden sammelten sich Diplomaten im Hotel gegenüber. Das H der Straßen um das Hotel war schon gesperrt und öffnete sich für eine Weile erst, als die Diplomaten schließlich in Bussen die drei Blocks zum Weißen Haus verfrachtet wurden.

Bush will mal wieder eine Lektion erteilen, hört man. Vorgestern, nach dem Ausrufen des Schneenotstands, hatte er schon einmal so einen Einfall. Die Journalisten waren sauer, denn sie waren bereits im Rahmen der Evakuierung auf dem Weg aus der Stadt.

Wozu der Aufwand, wenn die Nachrichten doch nur von Schnee und Eis berichten werden? Bush ist irrelevant, und die Bürgerrechte lässt er irrelevant machen. Als erste Diener des Staates treten die Herrschaften jedenfalls nicht auf.

Nachtrag: Seine Höchstpersönlichkeit befand sich gegenüber im Mayflower Hotel, daher der Trubel. Die Referendarinnen sahen ihn in eine der beiden Staatskarossen hineinhuschen. In welchen der beiden identischen Wagen? Das verraten wir nicht.

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on February 15, 2007 at 10:30 am Comments (0)

So sicher

Wir sind so sicher. Seit dem 11. September 2001 gibt es nämlich eine koordinierte Bekämpfung allen Übels. Der Preis besteht in der Aufgabe vieler Bürgerrechte. Manchmal auch in Dollars und Cents.

In Boston kostete der Einsatz schätzungsweise eine halbe Million Dollar, heißt es im Radio. Bekämpft hat man gestern mit Straßen-, Hafen- und sonstigen Sperrungen etwas Werbung. Ein heldenhafter Einsatz, auf den Stadt, Kreis, Staat und Bund stolz sind.

In anderen Städten mit solcher Werbung hat man Werbung Werbung sein lassen und nicht einmal erwogen, die Werbe-Wüstlinge wegzuschließen. Sie hing ja schließlich schon einige Zeit.

Der Plan der Werber ist aufgegangen. Und wenn sich selbst Werbung nicht mehr vor den Sicherheitsdiensten verstecken kann, dann können wir sicher sein, dass uns auch die Terroristen nichts antun können.

Unsicher sind wir eigentlich nur, wenn uns erzählt wird, wir seien sicher.

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on February 1, 2007 at 12:56 pm Comments (0)

Irrsinn mit Schwung

XP habe ich übersprungen. Bei Microsoft bin ich nicht gelandet. Linux im Arbeits-PC und Unix im Server sind für die anwaltliche Arbeit wunderbar zuverlässig, genauso wie früher GeoWorks Ensemble.

Zum Spass mal mit Apple OSX gearbeitet, und daneben zahlreiche XP-Geräte und XP-Ersatzgeräte angeschafft, denn der Rest der Kanzlei ist MS-gewohnt: Oft geht nichts, immer wieder gibt’s neuen Ärger, über Angreifer kann man sich so schön aufregen, und überhaupt: Was vom größten Anbieter kommt, muss einfach gut sein.

Solange sich jemand anders um diese Schrott-Software kümmert. Der Irrsinn geht in die nächste Runde. Mit schwungvollen Vista-Bildchen.

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on January 30, 2007 at 6:28 pm Comments (0)